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Seelensammler

— Ist in Arbeit —

Der Magier Lynhart schenkt der jungen Königin zu ihrer Vermählung eine Fee. Nun begehrt der König noch andere Wesen: Nymphen.
Fortan zieht Lynhart mit seinem Sohn durch das Land, um den Wunsch des Königs zu erfüllen. Doch es gibt noch ein Problem, dass anscheinend nur der junge Clewin lösen kann.

Dieses Cover ist nur eine Demo! Sobald das Buch fertig ist, werde ich das Coverbild kaufen.

 

 

Genama 1468

Glücklich saß er in der Mittagssonne in seinem Garten. Sein nur wenige Wochen altes Kind hielt er stolz im Arm. Für ihn war es ein Wunder, ein Geschenk Gottes. Er liebte seine Frau über alles, war sie nicht nur jung und schön, sondern ihre Seele auch so rein. Und dieses zarte Wesen, welches er behutsam in seinen Armen hielt, war die Frucht ihrer Liebe. Sanft strich er über die weichen, rosigen Wangen seines Sohnes. Trotz der liebevollen Geste fing dieser sogleich an zu weinen, hatte er doch bis eben friedlich geträumt.
„Oh nicht doch, schhhhht“, versuchte Lynhart ihn wieder zu beruhigen, doch ohne Erfolg.
Voller Gram und mit Leibeskräften schrie Willin ihm seinen Unmut entgegen und ließ sich nicht mehr besänftigen. Lynhart legte den bebenden Körper an seine Brust, Herz an Herz, das Köpfchen ruhte auf seiner Schulter. Die kleinen Händchen waren zu Fäusten geballt. Beruhigend strich er ihm über den Rücken und wog ihn mit dem Klang seiner Stimme zur Ruh.

Ich wiege dich mein Kinde,
im Arm unter der Linde,
sachte hin und her.
Sodass du ohne Kummer,
fällst in tiefen Schlummer,
träumst von Liebe mehr.

So lausche meiner Stimme,
den Klang trägt fort der Winde,
hin zu deinem Ohr.
Nun schließe deine Äugelein,
rein soll‘n deine Träume sein,
kommt nur Lieb‘ drin vor.

Die erste Strophe ging fast gänzlich im Geschrei unter, nach der zweiten war es immer noch ein Wimmern. Also sang er es erneut und schon nach ein paar Zeilen, hatte sich sein Sohn wieder beruhigt. Er wog ihn weiterhin sacht hin und her und hielt dabei behutsam seinen Kopf.

Willin versuchte mit seiner kleinen Hand nach etwas zu greifen, das Lynhart selbst nicht sehen konnte, und gluckste auf. Lynhart drehte ihn um und setzte ihn auf seinen Arm, den anderen legte er schützend vor seine Brust. Dann drehte er sich ebenfalls um, um selbst sehen zu können, was seinen Sohn so faszinierte. Zuerst sah er nur einen Schmetterling, einen ziemlich großen, musste er sich eingestehen. Doch als er genauer hinsah erkannte er seinen Irrtum. Dies war gewiss kein Schmetterling, auch wenn es hauchdünne und farbenfrohe Flügel besaß. Es war eher eine – eine Fee – ja, das musste es sein, eine Fee! Unglaublich, vor ihm flog wahrhaftig eine Fee. Er meinte ein zartes Trillern zu vernehmen, woraufhin sein Sohn jedes Mal vergnügt Gluckste und seine Händchen nach ihr ausstreckte. In kleinen rhythmischen Schlenkern flog sie mal ein Stück auf-, ab- oder seitwärts, wie eine Libelle, und musterte dabei sein Kind.

Als das Wesen Lynhart erblickte, war es beim nächsten Wimpernschlag fort. Nur kleine, glitzernde Partikel, ein fröhlicher Säugling und einen erstaunten Vater ließ es zurück. Noch nie hatte er solch ein mystisches Wesen erblickt und im Stillen fasste er den Entschluss, diese Wesen fortan zu studieren.

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Ein Kommentar zu “Seelensammler

  1. Der Magier weiß,viele Sachen,was Menschen nicht wissen.
    Er sieht alles auf einmal,er sieht deutlich die Seele
    allen Seins und dringt tief in unsere Gedanken.

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